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Ethik in der Finanzwelt

Franz Herrmann provoziert gerne als Vorstandsvorsitzender vom unabhängigen, gemeinnützigen Verbraucherschutzverein „Bund der Sparer e.V.“ (BDS)
Das Tagsthema der Veranstaltung „Ethik, Moral und neue Werte in Wirtschaft und Gesellschaft“ am 16. Oktober in der Stadthalle Balingen von 9:30-16:30 Uhr (Eintritt frei) ist nach seinem Geschmack: „Veränderungswillige Aktive“ zum Querdenken und Handeln bewegen: „Wachrütteln zum Umdenken“

Kein finanzielles Tabu-Thema wird ausgelassen – auf kritische Fragen findet er Antworten. Und das Wichtigste ist: Die Antworten sind leicht verständlich. Er zeigt, dass die Welt der Finanzen viel einfacher ist, als viele glauben. Vielleicht ist es sogar die Absicht der Finanz-Lobby, die Bürger zu verunsichern, damit sie sich in eine finanzielle Abhängigkeit begeben. Aber das muss nicht sein. Mit nur drei Oberbegriffen kann man alles, was mit Finanzen zu tun hat, eingrenzen: Geldwerte, Sachwerte und deren Bezug zur Inflation! Mit der Pleite von Lehmann haben zehntausende Anleger mit Zertifikaten viel Geld verloren, nur weil sie nicht wissen, was „Sondervermögen“ bedeutet. Unglaublich: Jetzt werden wieder Zertifikate gekauft, bei denen der Verlust des eingesetzten Kapitals droht. Hier fehlt Aufklärung und faire Information. So wir die Altersarmut noch größer.

Herrmans Informationen sind für Bürger vorgesehen, die geprägt sind von Banken und Versicherungen. Diese Bürger sind in diesen Dingen meist unerfahren, uninformiert und desinteressiert, so wie es der Bund der Sparer durch viele Anfragen immer wieder feststellt. Da ja in Schulen das Thema Geld und Finanzen immer noch nicht gelehrt wird, muss man sich über die Unwissenheit der Bürger nicht wundern.

Herrmann gibt Erklärungen zu Geldwerten und deren Gefährdung durch die künftige Inflation. Er beschäftigt sich ausführlich mit den aktuellen Staatsverschuldungen und der Gefahr, die uns allen daraus droht. Der Autor prognostiziert – ohne wenn und aber – eine Abwertung bis zum Jahr 2013 und beweist dies an Hand der offiziellen Zahlen so einfach, dass jedem klar wird, dass es dazu keinen Ausweg gibt – oder doch? Nicht für den Staat, aber für den einzelnen Bürger wird der Weg aufgezeigt, wie er sich dagegen schützen kann.

Die Zauberformel heißt: Sich frühzeitig neutral und unabhängig informieren, sich eine eigene Meinung bilden und selbst verstehen, für was sich jeder entscheidet. „Wer nichts weiß, muß alles glauben“. Hier besteht eine ethische Verpflichtung eines jeden (und besonders aller Berater), sich bei der persönlichen finanziellen Sicherheit so vorzubereiten, dass niemand später der Solidargemeinschaft als Sozialfall zur Last fällt. Leider gibt es nur noch wenige ethik- und wertegeführte Finanzexperten. Der BDS gibt Empfehlungen als Hilfe für die Sparer.
Staat und Politik müssen dem Bürger jetzt endlich die Wahrheit sagen. Das ist ebenfalls eine ethische Forderung.

Mehr Informationen unter: www.bds-deutschland.de